Ansprechpartner

Ihr Kontakt für das Projekt Stillen bei Ewerbstätigkeit ist die zertifizierte AFS-Stillberaterin Uta Tanzer.

Sie erreichen Frau Tanzer via E-Mail unter erwerbstaetigkeit@afs-stillen.de

Anregungen für den Arbeitgeber

Muttermilch ist die natürliche Ernährung des Säuglings. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, sechs Monate ausschließlich zu stillen und danach bei geeigneter Beikost weiter zu stillen bis zum zweiten Geburtstag und darüber hinaus so lange Mutter und Kind das wollen.

Stillen ist gesund für Mutter und Kind. So sind gestillte Kinder seltener krank als nicht gestillte. Das trägt dazu bei, dass die Fehlzeiten von Müttern und Vätern gestillter Kinder geringer sind.

Stillen lohnt sich! Auch für den Arbeitgeber.

Nach §7 Mutterschutzgesetz (MuSchG) ist stillenden Müttern „auf ihr Verlangen die zum Stillen erforderliche Zeit, mindestens aber zweimal täglich eine halbe Stunde oder einmal täglich eine Stunde freizugeben.“ Es bietet sich daher an, sich bereits vor dem Eintreten des „Ernstfalls“ Gedanken darüber zu machen, wie Sie Ihre Mitarbeiterinnen hier unterstützen können. Das kann dazu führen, dass die Arbeitszufriedenheit deutlich erhöht ist und die Frauen eher aus der Elternzeit an den Arbeitsplatz zurückkehren.

Wir haben Tipps vorbereitet, wie das stillen am Arbeitsplatz gefördert werden kann:

Wie das Stillen am Arbeitsplatz fördern?

  1.  Informieren Sie Ihre Mitarbeiterinnen bereits in der Schwangerschaft darüber, dass Sie das Stillen unterstützen und wie.
  2. Knüpfen Sie Kontakte zu Hebammen und Stillberaterinnen. Wenn Sie eine Stillberaterin im Unternehmen haben, umso besser. Aber so können Sie Ihren Mitarbeiterinnen gleich Ansprechpartner nennen.
  3. Stellen Sie Ihren Mitarbeiterinnen einen Raum zur Verfügung, in dem sie ungestört Muttermilch abpumpen können. Dazu ist nicht viel nötig: ein bequemer Stuhl oder Sessel, ein Tisch für die Milchpumpe und ein Kühlschrank, in dem die abgepumpte Muttermilch aufbewahrt werden kann. Wenn Sie noch in eine gute elektrische Milchpumpe investieren, unterstützen Sie die Frauen noch zusätzlich.
  4. Gewähren Sie Ihren stillenden Mitarbeiterinnen flexible Pausen, so dass sie nach Bedarf abpumpen können, wenn es notwendig ist und gut in den Arbeitsablauf passt. Abpumpen dauert ca. 20 Minuten zuzüglich des Weges zum Raum, in dem gepumpt wird und zurück.
  5. Schaffen Sie im Unternehmen eine stillfreundliche und wertschätzende Atmosphäre. Damit leisten Sie einen wertvollen Beitrag zu einer guten Unternehmenskultur und erhöhter Arbeitszufriedenheit bei Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

Praktische Hilfe bei der Umsetzung erhalten Sie direkt bei der AFS – unsere ehrenamlichen Stillberaterinnen begleiten Sie dabei. Über das Projekt Stillen bei Erwerbstätigkeit erreichen Sie eine kompetete Ansprechpartnerin, die Ihnen weitergehende Informationen zur Verfügung stellt.

Achtung!

Die Inhalte zum Mutterschutzgesetz werden überarbeitet und angepasst.

Als ehrenamtliche Mitarbeiter der AFS sind wir dabei, benötigen aber unter Umständen etwas mehr Zeit für die Korrekturen. Bitte habt Verständnis dafür.