Ansprechpartner

Ihr Kontakt für das Projekt Stillen bei Ewerbstätigkeit ist die zertifizierte AFS-Stillberaterin Uta Tanzer.

Sie erreichen Frau Tanzer via E-Mail unter erwerbstaetigkeit@afs-stillen.de

FAQ

Wer nach der Geburt zurück in den Beruf geht, der stellt sich meistens ganz viele Fragen. Darüber, wie es klappt mit Baby und Job, wie sich der Alltag organisieren lässt, wie der Arbeitgeber reagiert usw. Die häufigsten Fragen und Antworten stellt das Projekt Stillen bei Ewerbstätigkeit hier vor.

Haben Sie eine Frage, die hier nicht aufgeführt ist? Dann schicken Sie uns bitte eine kurze E-Mail an erwerbstaetigkeit@afs-stillen.de. Wir nehmen Ihre Frage (und die Antwort, natürlich) gerne mit auf!

Fragen und Antworten zu Stillen und Erwerbstätigkeit

Rechtliche Aspekte

Gibt es ein Recht auf einen Stillraum oder muss ich mich aufs WC verweisen lassen?

Eine generelle Verpflichtung zur Einrichtung eines Stillraumes gibt es nicht. Es sollte aber die Möglichkeit gegeben werden, sich zum Abpumpen zurück zu ziehen. Das WC ist dazu aber kein geeigneter Ort. Im Zweifelsfall kann man sich an die zuständige Aufsichtsbehörde wenden, damit diese eine Regelung nach §7, Abs. 3 MuSchG trifft. Diese kann auch einen Stillraum vorschreiben.

Wie viele Stillpausen darf ich machen?

Das Mutterschutzgesetz gibt für Stillpausen nur Mindestzeiten vor. Es soll „die zum Stillen notwendige Zeit, mindestens jedoch zweimal 30 Minuten“ frei gegeben werden. Hier muss also eine individuelle Lösung gefunden werden.

Wenn keine Stillpause genommen werden kann, ist es evtl. möglich die Arbeitszeit um die Pause zu verkürzen?

Stillzeiten können auch an den Beginn bzw. das Ende der Arbeitszeit gelegt werden und somit kann die Zeit der Trennung von Mutter und Kind reduziert werden.

Was ist wenn ein sicherer Arbeitsplatz nicht eingerichtet werden kann?

Wenn dies der Fall ist und auch kein geeigneter anderer Arbeitsplatz vorhanden ist, unterliegt die Stillende genau wie eine Schwangere bei vollem Gehaltsäquivalent dem Beschäftigungsverbot.

Welche Rechte habe ich?

Die Rechte stillender Mütter sind in §7 Mutterschutzgesetz (MuSchG) geregelt. Dort wird klar definiert, dass stillenden Müttern die zum Stillen erforderliche Zeit, mindestens jedoch zweimal 30 Minuten bzw. einmal 60 Minuten Stillzeit gewährt werden muss.

Darüber hinaus gibt es Regelungen zu Nachtarbeit und Sonntagsarbeit sowie zum Arbeitsschutz.

Wie lange kann ich Stillzeiten nach §7 MuSchG in Anspruch nehmen?

Im MuSchG ist die Dauer der Stillzeit nicht begrenzt. Leider gibt es Gerichtsurteile, die diese auf ein Jahr einschränken. Diese sind aber teilweise schon an die 30 Jahre alt und berücksichtigen die WHO-Empfehlung, dass bis zum 2. Geburtstag und darüber hinaus gestillt werden soll, so lange Mutter und Kind das wollen, nicht.

Darf die Stillpause von den normalen Pausen abgezogen werden?

Die Stillzeiten werden nicht auf die regulären Pausen angerechnet. Sie dürfen nicht nachgearbeitet werden.

Wo darf man stillen / abpumpen?

Grundsätzlich darf man überall stillen bzw. abpumpen, es sind jedoch einige Orte besser geeignet als andere. Ein guter Ort zum Stillen/Abpumpen ist ein ruhiger Raum, vielleicht mit einem bequemen Sessel und einem Tisch, auf dem man das Pumpequipment abstellen kann. Dann benötigt man noch einen Kühlschrank oder eine Kühltasche, um die abgepumpte Muttermilch aufzubewahren und ein Waschbecken, wo man die Pumpe ausspülen kann. Dies kann aber in der Regel in der Teeküche geschehen. Laut §7 Abs. 3 MuSchG kann ggf. die Einrichtung eines Stillraumes vorgeschrieben werden, es ist aber keine Muss-Bestimmung, die für alle Firmen gilt.

Kann ich Schichtarbeit und Stillen vereinbaren?

Laut §8 MuSchG ist es einer stillenden Mutter nicht erlaubt, Nachtschicht zu machen. Daher kommt es hier oft zu einer rechtlich schwierigen Situation.

Stillende Mütter können mit Hinweis auf das MuSchG von der Nachtschicht befreit werden. Wenn sie dies jedoch gar nicht wollen, dann dürfen sie rein rechtlich gesehen auch dem Arbeitgeber nicht mitteilen, dass sie noch stillen und müssen dann auf Stillzeiten nach §7 MuSchG verzichten. Weiß der Arbeitgeber, dass die Mutter noch stillt, dann darf er sie nicht für die Nachtschicht einsetzen, da er sich sonst strafbar macht. (siehe auch Stillen und Arbeitsschutz)

Muss ich abstillen, wenn ich wieder arbeiten gehen möchte?

Nein, Sie müssen nicht abstillen, wenn Sie das nicht wollen. Im Mutterschutzgesetz sind Regelungen vorgesehen, die eine Vereinbarkeit von Stillen und Arbeiten gewährleisten sollen. Viele Frauen schaffen es erfolgreich, Stillen und Arbeiten zu vereinbaren. Lesen Sie hierzu auch die Erfahrungsberichte auf dieser Seite.

Fragen von Arbeitgebern

Ich muss auf Dienstreise, wie organisiere ich das am besten?

Grundsätzlich ist die Frage, wie lange die Dienstreise dauert und ob sie überhaupt nötig ist. Im Zeitalter von Videokonferenzen ist nicht jede Reise notwendig.

Sollte es aber absolut notwendig sein, eine Dienstreise anzutreten, gilt es, folgende Fragen zu klären:

  • Wie lange ist die Dienstreise?
  • Wie sind die Termine vor Ort gelegt?
  • Kann ich z. B. Abends nach Hause fahren?
  • Habe ich die Möglichkeit, mein Kind und eine Betreuungsperson mitzunehmen? Wenn letzteres möglich ist, kann man den Arbeitgeber ansprechen, ob er dies bezuschusst (z. B. Ein Doppelzimmer bezahlt, wo die Betreuungsperson mit mir gemeinsam übernachten kann.)

Gibt es ein Recht auf einen Stillraum oder muss ich mich aufs WC verweisen lassen?

Eine generelle Verpflichtung zur Einrichtung eines Stillraumes gibt es nicht. Es sollte aber die Möglichkeit gegeben werden, sich zum Abpumpen zurück zu ziehen. Das WC ist dazu aber kein geeigneter Ort. Im Zweifelsfall kann man sich an die zuständige Aufsichtsbehörde wenden, damit diese eine Regelung nach §7, Abs. 3 MuSchG trifft. Diese kann auch einen Stillraum vorschreiben.

Wie viele Stillpausen darf ich machen?

Das Mutterschutzgesetz gibt für Stillpausen nur Mindestzeiten vor. Es soll „die zum Stillen notwendige Zeit, mindestens jedoch zweimal 30 Minuten“ frei gegeben werden. Hier muss also eine individuelle Lösung gefunden werden.

Kann ich voll stillen und arbeiten gehen?

Arbeiten wenn Sie voll stillen ist möglich, mit Sicherheit aber auch anstrengend. Wichtig ist, dass hier die Stillzeiten nach §7 MuSchG genutzt werden, um zum Stillen zum Kind zu kommen, bzw. Muttermilch zu gewinnen, die dann von der Betreuungsperson dem Kind gefüttert wird.

Wenn keine Stillpause genommen werden kann, ist es evtl. möglich die Arbeitszeit um die Pause zu verkürzen?

Stillzeiten können auch an den Beginn bzw. das Ende der Arbeitszeit gelegt werden und somit kann die Zeit der Trennung von Mutter und Kind reduziert werden.

Was ist wenn ein sicherer Arbeitsplatz nicht eingerichtet werden kann?

Wenn dies der Fall ist und auch kein geeigneter anderer Arbeitsplatz vorhanden ist, unterliegt die Stillende genau wie eine Schwangere bei vollem Gehaltsäquivalent dem Beschäftigungsverbot.

Darf die Stillpause von den normalen Pausen abgezogen werden?

Die Stillzeiten werden nicht auf die regulären Pausen angerechnet. Sie dürfen nicht nachgearbeitet werden.

Wo darf man stillen / abpumpen?

Grundsätzlich darf man überall stillen bzw. abpumpen, es sind jedoch einige Orte besser geeignet als andere. Ein guter Ort zum Stillen/Abpumpen ist ein ruhiger Raum, vielleicht mit einem bequemen Sessel und einem Tisch, auf dem man das Pumpequipment abstellen kann. Dann benötigt man noch einen Kühlschrank oder eine Kühltasche, um die abgepumpte Muttermilch aufzubewahren und ein Waschbecken, wo man die Pumpe ausspülen kann. Dies kann aber in der Regel in der Teeküche geschehen. Laut §7 Abs. 3 MuSchG kann ggf. die Einrichtung eines Stillraumes vorgeschrieben werden, es ist aber keine Muss-Bestimmung, die für alle Firmen gilt.

Kann ich Schichtarbeit und Stillen vereinbaren?

Laut §8 MuSchG ist es einer stillenden Mutter nicht erlaubt, Nachtschicht zu machen. Daher kommt es hier oft zu einer rechtlich schwierigen Situation.

Stillende Mütter können mit Hinweis auf das MuSchG von der Nachtschicht befreit werden. Wenn sie dies jedoch gar nicht wollen, dann dürfen sie rein rechtlich gesehen auch dem Arbeitgeber nicht mitteilen, dass sie noch stillen und müssen dann auf Stillzeiten nach §7 MuSchG verzichten. Weiß der Arbeitgeber, dass die Mutter noch stillt, dann darf er sie nicht für die Nachtschicht einsetzen, da er sich sonst strafbar macht. (siehe auch Stillen und Arbeitsschutz)

Muss ich abstillen, wenn ich wieder arbeiten gehen möchte?

Nein, Sie müssen nicht abstillen, wenn Sie das nicht wollen. Im Mutterschutzgesetz sind Regelungen vorgesehen, die eine Vereinbarkeit von Stillen und Arbeiten gewährleisten sollen. Viele Frauen schaffen es erfolgreich, Stillen und Arbeiten zu vereinbaren. Lesen Sie hierzu auch die Erfahrungsberichte auf dieser Seite.

Fragen von Arbeitnehmern

Soll ich am Wochenende auch abgepumpte Milch füttern oder nach Bedarf stillen?

Um die Milchproduktion aufrecht zu erhalten, bietet es sich an, wenn man beim Kind ist, weiterhin nach Bedarf zu stillen. Kinder stellen sich in der Regel gut darauf ein. Außerdem ist es stressfreier, wenn man die gemeinsame Zeit mit dem Kind nicht noch mit Pumpen verbringt.

Was muss die Krippe/Tagesmutter beim Lagern und Füttern von abgepumpter Muttermilch beachten?

Zum Thema  Lagern und Fütter von abgepumpter Muttermilch gibt es sehr gute Merkblätter von der Nationalen Stillkommission. Für Eltern und die Tagespflegeperson.

Wie pumpe ich richtig ab?

Eine Anleitung zum Abpumpen finden Sie unter diesem Link.

Wie lange hält sich Muttermilch im Kühlschrank / Gefrierschrank?

Im Kühlschrank kann abgepumpte Muttermilch bis zu drei Tagen aufbewahrt werden (nicht in der Tür, hinten im Kühlschrank). Eingefrorene Muttermilch hält bis zu 6 Monaten.

Ich muss auf Dienstreise, wie organisiere ich das am besten?

Grundsätzlich ist die Frage, wie lange die Dienstreise dauert und ob sie überhaupt nötig ist. Im Zeitalter von Videokonferenzen ist nicht jede Reise notwendig.

Sollte es aber absolut notwendig sein, eine Dienstreise anzutreten, gilt es, folgende Fragen zu klären:

  • Wie lange ist die Dienstreise?
  • Wie sind die Termine vor Ort gelegt?
  • Kann ich z. B. Abends nach Hause fahren?
  • Habe ich die Möglichkeit, mein Kind und eine Betreuungsperson mitzunehmen? Wenn letzteres möglich ist, kann man den Arbeitgeber ansprechen, ob er dies bezuschusst (z. B. Ein Doppelzimmer bezahlt, wo die Betreuungsperson mit mir gemeinsam übernachten kann.)

Gibt es ein Recht auf einen Stillraum oder muss ich mich aufs WC verweisen lassen?

Eine generelle Verpflichtung zur Einrichtung eines Stillraumes gibt es nicht. Es sollte aber die Möglichkeit gegeben werden, sich zum Abpumpen zurück zu ziehen. Das WC ist dazu aber kein geeigneter Ort. Im Zweifelsfall kann man sich an die zuständige Aufsichtsbehörde wenden, damit diese eine Regelung nach §7, Abs. 3 MuSchG trifft. Diese kann auch einen Stillraum vorschreiben.

Wie kriege ich die Milch ins Kind, wenn die Flasche nicht genommen wird?

Wenn das Kind die Flasche nicht akzeptiert, hängt viel von der Kooperation mit der Krippe bzw. Tagespflegeperson ab. Ist man dort bereit, sich auf alternative Fütterungsmethoden einzulassen? Oder besteht die Möglichkeit, dass ich die Stillzeiten dazu nutzen, zum Kind zu kommen und es in der Krippe zu stillen? Vielleicht kann auch die Betreuungszeit in der Krippe mit Beikost überbrückt werden.

Wie viele Stillpausen darf ich machen?

Das Mutterschutzgesetz gibt für Stillpausen nur Mindestzeiten vor. Es soll „die zum Stillen notwendige Zeit, mindestens jedoch zweimal 30 Minuten“ frei gegeben werden. Hier muss also eine individuelle Lösung gefunden werden.

Kann ich voll stillen und arbeiten gehen?

Arbeiten wenn Sie voll stillen ist möglich, mit Sicherheit aber auch anstrengend. Wichtig ist, dass hier die Stillzeiten nach §7 MuSchG genutzt werden, um zum Stillen zum Kind zu kommen, bzw. Muttermilch zu gewinnen, die dann von der Betreuungsperson dem Kind gefüttert wird.

Wieviel Muttermilch braucht ein Stillkind mit 6/12/18 Monaten?

Es reicht aus einen „Stillvorsprung“ bzw. „Milchvorrat“ für einen halben Tag anzulegen. Wenn nicht die Möglichkeit besteht während der Arbeitszeit zu stillen, kann man die steril aufbewahrte und gekühlte Muttermilch am nächsten Tag verfüttern. Während der Arbeitszeit kann man in Stillpausen abpumpen, damit die Milchproduktion stabil bleibt. Mit der Beikost sinkt die Milchmenge automatisch, aber das ist ja analog zum Alter der Kindes auch vielleicht gewünscht.

Wie kann ein Krippenkind weitergestillt werden?

Grundsätzlich kann man die Stillzeiten auch dafür nutzen, zum Kind zu gehen, um es zu stillen. Ob das eine praktikable Lösung ist, muss individuell entschieden werden und hängt u. a. von der Entfernung zwischen Arbeitsstelle und Krippe ab. Muttermilchernährung mit abgepumpter Milch ist aber auch in der Krippe möglich.

Wenn keine Stillpause genommen werden kann, ist es evtl. möglich die Arbeitszeit um die Pause zu verkürzen?

Stillzeiten können auch an den Beginn bzw. das Ende der Arbeitszeit gelegt werden und somit kann die Zeit der Trennung von Mutter und Kind reduziert werden.

Muss ich tagsüber abpumpen, um die Milchproduktion zu erhalten?

Das hängt natürlich vom Bedarf des Kindes ab. Wird es mit abgepumpter Muttermilch versorgt, während die Mutter arbeitet, wird diese Milch benötigt und Sie müssen abpumpen. Bekommt es während der Abwesenheit der Mutter Beikost reicht es, außerhalb der Arbeitszeit weiterhin zu stillen, um die Milchproduktion zu erhalten.

 

Hab ich dann abends und nachts auch automatisch weniger Milch?

Wenn Sie tagsüber länger von Ihrem Kind getrennt sind, haben Sie abends und nachts nicht zwangsläufig weniger Milch. Die Brust passt sich dem Bedarf an und das funktioniert auch zu unterschiedlichen Tageszeiten und an unterschiedlichen Wochentagen. Daher ist es möglich, außerhalb der Arbeitszeiten voll weiter zu stillen.

Stellen sich meine Brüste darauf ein über den Tag weniger zu produzieren?

Wenn nicht regelmäßig abgepumpt wird, und somit die Milchbildung angekurbelt, stellt sich die Brust auf den veränderten Bedarf ein.

Womit wird mein Kind versorgt / ernährt, während ich auf der Arbeit bin?

Womit das Kind während Ihrer Abwesenheit ernährt wird, hängt natürlich vom Alter des Kindes ab. Idealerweise bekommt das Baby die von der Mutter bei der Arbeit abgepumpte Muttermilch. Ab Beikostalter kann aber die Betreuungszeit auch mit Beikostmahlzeiten überbrückt werden.

Was ist wenn ein sicherer Arbeitsplatz nicht eingerichtet werden kann?

Wenn dies der Fall ist und auch kein geeigneter anderer Arbeitsplatz vorhanden ist, unterliegt die Stillende genau wie eine Schwangere bei vollem Gehaltsäquivalent dem Beschäftigungsverbot.

Welche Rechte habe ich?

Die Rechte stillender Mütter sind in §7 Mutterschutzgesetz (MuSchG) geregelt. Dort wird klar definiert, dass stillenden Müttern die zum Stillen erforderliche Zeit, mindestens jedoch zweimal 30 Minuten bzw. einmal 60 Minuten Stillzeit gewährt werden muss.

Darüber hinaus gibt es Regelungen zu Nachtarbeit und Sonntagsarbeit sowie zum Arbeitsschutz.

Darf die Stillpause von den normalen Pausen abgezogen werden?

Die Stillzeiten werden nicht auf die regulären Pausen angerechnet. Sie dürfen nicht nachgearbeitet werden.

Wo darf man stillen / abpumpen?

Grundsätzlich darf man überall stillen bzw. abpumpen, es sind jedoch einige Orte besser geeignet als andere. Ein guter Ort zum Stillen/Abpumpen ist ein ruhiger Raum, vielleicht mit einem bequemen Sessel und einem Tisch, auf dem man das Pumpequipment abstellen kann. Dann benötigt man noch einen Kühlschrank oder eine Kühltasche, um die abgepumpte Muttermilch aufzubewahren und ein Waschbecken, wo man die Pumpe ausspülen kann. Dies kann aber in der Regel in der Teeküche geschehen. Laut §7 Abs. 3 MuSchG kann ggf. die Einrichtung eines Stillraumes vorgeschrieben werden, es ist aber keine Muss-Bestimmung, die für alle Firmen gilt.

Kann ich Schichtarbeit und Stillen vereinbaren?

Laut §8 MuSchG ist es einer stillenden Mutter nicht erlaubt, Nachtschicht zu machen. Daher kommt es hier oft zu einer rechtlich schwierigen Situation.

Stillende Mütter können mit Hinweis auf das MuSchG von der Nachtschicht befreit werden. Wenn sie dies jedoch gar nicht wollen, dann dürfen sie rein rechtlich gesehen auch dem Arbeitgeber nicht mitteilen, dass sie noch stillen und müssen dann auf Stillzeiten nach §7 MuSchG verzichten. Weiß der Arbeitgeber, dass die Mutter noch stillt, dann darf er sie nicht für die Nachtschicht einsetzen, da er sich sonst strafbar macht. (siehe auch Stillen und Arbeitsschutz)

Mein Kind isst so gut wie nichts. Wie soll das werden, wenn ich arbeite?

Kinder sind in der Regel sehr flexibel und können sich gut auf die neue Situation einstellen. Oftmals essen Kinder, wenn die Mutter und somit die Nahrungsquelle nicht vor Ort ist, ganz normal mit. Daher ist die Sorge, dass das Kind in der Zeit der Betreuung verhungern könnte, meist unbegründet.

Darüber hinaus ist es aber auch wichtig für mich zu klären, wie lange das Kind denn im Extremfall ohne Essen auskommt, da es natürlich auch Kinder gibt, die auf die Mutter warten und tatsächlich in der Betreuung nichts essen. Ist es ein Rahmen, in  dem ich das tolerieren kann? Kann ich beim Abholen gleich vor Ort stillen?

Allgemein gilt aber, abzuwarten, wie das Kind reagiert und sich nicht verrückt zu machen.

Muss ich abstillen, wenn ich wieder arbeiten gehen möchte?

Nein, Sie müssen nicht abstillen, wenn Sie das nicht wollen. Im Mutterschutzgesetz sind Regelungen vorgesehen, die eine Vereinbarkeit von Stillen und Arbeiten gewährleisten sollen. Viele Frauen schaffen es erfolgreich, Stillen und Arbeiten zu vereinbaren. Lesen Sie hierzu auch die Erfahrungsberichte auf dieser Seite.

Organisatiorische Fragen

Soll ich am Wochenende auch abgepumpte Milch füttern oder nach Bedarf stillen?

Um die Milchproduktion aufrecht zu erhalten, bietet es sich an, wenn man beim Kind ist, weiterhin nach Bedarf zu stillen. Kinder stellen sich in der Regel gut darauf ein. Außerdem ist es stressfreier, wenn man die gemeinsame Zeit mit dem Kind nicht noch mit Pumpen verbringt.

Was muss die Krippe/Tagesmutter beim Lagern und Füttern von abgepumpter Muttermilch beachten?

Zum Thema  Lagern und Fütter von abgepumpter Muttermilch gibt es sehr gute Merkblätter von der Nationalen Stillkommission. Für Eltern und die Tagespflegeperson.

Wie pumpe ich richtig ab?

Eine Anleitung zum Abpumpen finden Sie unter diesem Link.

Wie lange hält sich Muttermilch im Kühlschrank / Gefrierschrank?

Im Kühlschrank kann abgepumpte Muttermilch bis zu drei Tagen aufbewahrt werden (nicht in der Tür, hinten im Kühlschrank). Eingefrorene Muttermilch hält bis zu 6 Monaten.

Ich muss auf Dienstreise, wie organisiere ich das am besten?

Grundsätzlich ist die Frage, wie lange die Dienstreise dauert und ob sie überhaupt nötig ist. Im Zeitalter von Videokonferenzen ist nicht jede Reise notwendig.

Sollte es aber absolut notwendig sein, eine Dienstreise anzutreten, gilt es, folgende Fragen zu klären:

  • Wie lange ist die Dienstreise?
  • Wie sind die Termine vor Ort gelegt?
  • Kann ich z. B. Abends nach Hause fahren?
  • Habe ich die Möglichkeit, mein Kind und eine Betreuungsperson mitzunehmen? Wenn letzteres möglich ist, kann man den Arbeitgeber ansprechen, ob er dies bezuschusst (z. B. Ein Doppelzimmer bezahlt, wo die Betreuungsperson mit mir gemeinsam übernachten kann.)

Gibt es ein Recht auf einen Stillraum oder muss ich mich aufs WC verweisen lassen?

Eine generelle Verpflichtung zur Einrichtung eines Stillraumes gibt es nicht. Es sollte aber die Möglichkeit gegeben werden, sich zum Abpumpen zurück zu ziehen. Das WC ist dazu aber kein geeigneter Ort. Im Zweifelsfall kann man sich an die zuständige Aufsichtsbehörde wenden, damit diese eine Regelung nach §7, Abs. 3 MuSchG trifft. Diese kann auch einen Stillraum vorschreiben.

Wie kriege ich die Milch ins Kind, wenn die Flasche nicht genommen wird?

Wenn das Kind die Flasche nicht akzeptiert, hängt viel von der Kooperation mit der Krippe bzw. Tagespflegeperson ab. Ist man dort bereit, sich auf alternative Fütterungsmethoden einzulassen? Oder besteht die Möglichkeit, dass ich die Stillzeiten dazu nutzen, zum Kind zu kommen und es in der Krippe zu stillen? Vielleicht kann auch die Betreuungszeit in der Krippe mit Beikost überbrückt werden.

Kann ich voll stillen und arbeiten gehen?

Arbeiten wenn Sie voll stillen ist möglich, mit Sicherheit aber auch anstrengend. Wichtig ist, dass hier die Stillzeiten nach §7 MuSchG genutzt werden, um zum Stillen zum Kind zu kommen, bzw. Muttermilch zu gewinnen, die dann von der Betreuungsperson dem Kind gefüttert wird.

Wieviel Muttermilch braucht ein Stillkind mit 6/12/18 Monaten?

Es reicht aus einen „Stillvorsprung“ bzw. „Milchvorrat“ für einen halben Tag anzulegen. Wenn nicht die Möglichkeit besteht während der Arbeitszeit zu stillen, kann man die steril aufbewahrte und gekühlte Muttermilch am nächsten Tag verfüttern. Während der Arbeitszeit kann man in Stillpausen abpumpen, damit die Milchproduktion stabil bleibt. Mit der Beikost sinkt die Milchmenge automatisch, aber das ist ja analog zum Alter der Kindes auch vielleicht gewünscht.

Wie kann ein Krippenkind weitergestillt werden?

Grundsätzlich kann man die Stillzeiten auch dafür nutzen, zum Kind zu gehen, um es zu stillen. Ob das eine praktikable Lösung ist, muss individuell entschieden werden und hängt u. a. von der Entfernung zwischen Arbeitsstelle und Krippe ab. Muttermilchernährung mit abgepumpter Milch ist aber auch in der Krippe möglich.

Wenn keine Stillpause genommen werden kann, ist es evtl. möglich die Arbeitszeit um die Pause zu verkürzen?

Stillzeiten können auch an den Beginn bzw. das Ende der Arbeitszeit gelegt werden und somit kann die Zeit der Trennung von Mutter und Kind reduziert werden.

Muss ich tagsüber abpumpen, um die Milchproduktion zu erhalten?

Das hängt natürlich vom Bedarf des Kindes ab. Wird es mit abgepumpter Muttermilch versorgt, während die Mutter arbeitet, wird diese Milch benötigt und Sie müssen abpumpen. Bekommt es während der Abwesenheit der Mutter Beikost reicht es, außerhalb der Arbeitszeit weiterhin zu stillen, um die Milchproduktion zu erhalten.

 

Hab ich dann abends und nachts auch automatisch weniger Milch?

Wenn Sie tagsüber länger von Ihrem Kind getrennt sind, haben Sie abends und nachts nicht zwangsläufig weniger Milch. Die Brust passt sich dem Bedarf an und das funktioniert auch zu unterschiedlichen Tageszeiten und an unterschiedlichen Wochentagen. Daher ist es möglich, außerhalb der Arbeitszeiten voll weiter zu stillen.

Stellen sich meine Brüste darauf ein über den Tag weniger zu produzieren?

Wenn nicht regelmäßig abgepumpt wird, und somit die Milchbildung angekurbelt, stellt sich die Brust auf den veränderten Bedarf ein.

Womit wird mein Kind versorgt / ernährt, während ich auf der Arbeit bin?

Womit das Kind während Ihrer Abwesenheit ernährt wird, hängt natürlich vom Alter des Kindes ab. Idealerweise bekommt das Baby die von der Mutter bei der Arbeit abgepumpte Muttermilch. Ab Beikostalter kann aber die Betreuungszeit auch mit Beikostmahlzeiten überbrückt werden.

Wo darf man stillen / abpumpen?

Grundsätzlich darf man überall stillen bzw. abpumpen, es sind jedoch einige Orte besser geeignet als andere. Ein guter Ort zum Stillen/Abpumpen ist ein ruhiger Raum, vielleicht mit einem bequemen Sessel und einem Tisch, auf dem man das Pumpequipment abstellen kann. Dann benötigt man noch einen Kühlschrank oder eine Kühltasche, um die abgepumpte Muttermilch aufzubewahren und ein Waschbecken, wo man die Pumpe ausspülen kann. Dies kann aber in der Regel in der Teeküche geschehen. Laut §7 Abs. 3 MuSchG kann ggf. die Einrichtung eines Stillraumes vorgeschrieben werden, es ist aber keine Muss-Bestimmung, die für alle Firmen gilt.

Mein Kind isst so gut wie nichts. Wie soll das werden, wenn ich arbeite?

Kinder sind in der Regel sehr flexibel und können sich gut auf die neue Situation einstellen. Oftmals essen Kinder, wenn die Mutter und somit die Nahrungsquelle nicht vor Ort ist, ganz normal mit. Daher ist die Sorge, dass das Kind in der Zeit der Betreuung verhungern könnte, meist unbegründet.

Darüber hinaus ist es aber auch wichtig für mich zu klären, wie lange das Kind denn im Extremfall ohne Essen auskommt, da es natürlich auch Kinder gibt, die auf die Mutter warten und tatsächlich in der Betreuung nichts essen. Ist es ein Rahmen, in  dem ich das tolerieren kann? Kann ich beim Abholen gleich vor Ort stillen?

Allgemein gilt aber, abzuwarten, wie das Kind reagiert und sich nicht verrückt zu machen.

Muss ich abstillen, wenn ich wieder arbeiten gehen möchte?

Nein, Sie müssen nicht abstillen, wenn Sie das nicht wollen. Im Mutterschutzgesetz sind Regelungen vorgesehen, die eine Vereinbarkeit von Stillen und Arbeiten gewährleisten sollen. Viele Frauen schaffen es erfolgreich, Stillen und Arbeiten zu vereinbaren. Lesen Sie hierzu auch die Erfahrungsberichte auf dieser Seite.